Neue Wege in Wirtschafts- & Energiepartnerschaften beschreiten!

Peter Stein: Nachbarkontinent Afrika idealer Partner für Deutschland und Europa


Der Rostocker Bundestagsabgeordnete Peter Stein (CDU) fordert in seiner heutigen Haushaltsrede, neue Wege bei internationalen Wirtschafts- und Energiepartnerschaften zu gehen. In diesem Sinne würdigte Stein den Umbruch in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, weniger „Geber“ und mehr „Partner“ zu sein. Ein herausragendes Beispiel hierfür sei das deutsch-marokkanische Wasserstoff-Abkommen, das erst diesen Sommer geschlossen wurde.

„Nur mit heute begründeten, langfristig vertrauensvollen Technologie- und Lieferpartnerschaften kann Deutschland seine Energieversorgung der Zukunft sichern“, so die Einschätzung des Abgeordnete Peter Stein. Deswegen fordert er eine rasche Wende hin zu neuen Ansätzen bei Wirtschafts- und Energiepartnerschaften. Erfahrungen mit der Corona-Pandemie zeigten, Lieferketten und Abhängigkeiten müssen weiter diversifiziert werden.

Besonders bei den Energiepartnerschaften der Zukunft fordert Stein rasch neue Ansätze. Eine einseitige Fokussierung auf Länder wie Saudi Arabien, Australien oder Russland sei weder vernünftig noch nachhaltig. „Wir müssen mehr auf unsere Nachbarn in Afrika setzen, vor allem auch auf Marokko, Tunesien, Ghana oder Namibia. Erneuerbare Energie ist dort sehr preiswert und eine Partnerschaft auf Augenhöhe ist essentielle Voraussetzung, damit wir unsere selbstgesteckten Klimaziele erreichen“, so Stein.

Zur Herstellung von CO2-neutralen Produkten bieten sich Standorte an, an denen grüner Wasserstoff günstig produziert werden kann, die also ein hohes Potenzial preiswerten erneuerbaren Energien aufweisen. „Unser Nachbarkontinent Afrika ist hier der ideale Partner für Deutschland und Europa“, befindet Stein.

Deutschland sei Stein zufolge darauf angewiesen, dass ein Großteil der künftig hierzulande verbrauchten CO2-neutralen Energie andernorts erzeugt werde. Hier komme unter anderem der Wasserstoff ins Spiel. In ihm und in Derivaten wie z. B. Ammoniak kann die Energie gespeichert werden und über grenzüberschreitende Lieferketten transportiert werden. Angesichts des Wettbewerbs mit China, das ebenfalls in Afrika aktiv ist, warnt Stein vor Stillstand: „Wir haben die Technologie und das nötige Know-how, um sofort loszulegen. Wenn wir noch länger warten, geraten wir ins Hintertreffen und verpassen eine gewaltige Chance für den Erhalt unserer Wirtschaft und Industrie einerseits und die Schaffung tausender moderner Arbeitsplätze in unseren Partnerländern andererseits.“

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