Über 50 Teilnehmer beim 3. Afrika-Forum in Rostock

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Wirtschaft, Wissenschaft, Politik im Austausch bei der IHK zu Rostock

Bereits zum dritten Mal fand auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Peter Stein (CDU) in der IHK zu Rostock das Afrika-Forum statt. Als Ehrengast konnten Peter Stein und  Peter Volkmann (IHK) den Botschafter von Ruanda, S.E. Igor Cesar, begrüßen. Zu den Gästen befanden sich zahlreiche Vertreter aus Politik sowie der regionalen Wirtschaft, bundesweit tätiger NGOs und der Hochschulen Rostock, Wismar und Stralsund.

Enorme wirtschaftliche Perspektiven gibt es auf dem afrikanischen Kontinent, insbesondere im Sektor erneuerbare Energien, Gesundheitswirtschaft, Bildung und Landwirtschaft. Nach den Fachvorträgen erfolgte ein intensiver Erfahrungsaustausch. Zunehmend besteht ein hohes Interesse an einem Markteintritt auf dem Afrikanischen Kontinent.

„Die gesellschaftliche Entwicklung schreitet dabei in vielen afrikanischen Ländern zügig voran. Sechs der Zehn am stärksten wachsenden Volkswirtschaften findet man auf diesem Kontinent, in Ruanda beispielweise gibt es stabil über 7 Prozent Wachstum. Mit einer vertieften wirtschaftlichen Zusammenarbeit und einem gezielten Wissens- und Technologietransfer können wir diese aktuell positive Gesamtentwicklung für beide Seiten nutzen“, so Peter Stein. Und weiter: „Eine Partnerschaft auf Augenhöhe ist heute gefragter denn je.“

Stein ist Mitglied der Bundestagsausschüsse für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Wirtschaft und Energie. Er sagt: „Mittlerweile sind viele deutsche Unternehmen, darunter auch mecklenburgische, erfolgreich in Afrika tätig. Die Bundesregierung unterstützt dieses unternehmerische Engagement auch finanziell wie noch nie zuvor in der gemeinsamen Geschichte.“ Erst vor kurzem hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Compact with Africa gesprochen, der auf die Arbeit der CDU/CSU-Fraktion und des damaligen Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble zurückgeht. Die so genannten Compact-Staaten stehen auf Grund ihrer vergleichsweise guten Rahmendaten im Fokus einer vertieften Entwicklungszusammenarbeit. Besonders lohnend heben sich aktuell Ruanda, Ghana, Marokko oder Tunesien hervor, aber auch Äthiopien oder Botsuana sind im Kommen.

„Wir müssen gerade dort unsere Chancen besser gestern als heute ergreifen oder uns morgen hinten anstellen“, warnt Peter Stein. Gerade Kooperationen im Bereich der Erneuerbaren Energien oder der Landwirtschaft würden für Unternehmen aus MV erhebliche Chancen bergen.

„Ohne den Import von klimaneutral erzeugten Energien werden wir unsere Energieversorgung nicht absichern und ohne weiterverarbeitete Lebensmittel stabilisieren wir die Ernährungssituation in Afrika nicht nachhaltig. Wir sind eigentlich gut gerüstet für eine stärkere  Rolle als Exportregion für die Welt, auch mit Technologietransfer“, fährt Stein fort. In 54 afrikanischen Staaten mit zukünftig 2,2 Milliarden Menschen werden dann sämtliche Dinge und Güter gebraucht, die wir bei uns heute für selbstverständlich halten.

Das stetige wachsende Afrika-Forum mit der IHK bietet eine regelmäßige Plattform für Austausch und gegenseitige Unterstützung.

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