Gesprächskreis Nordafrika über mehr Wasserstoff-Kooperation

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Peter Stein (CDU) diskutiert mit Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über Power-2-X und Energie-Partnerschaft mit Nordafrika.

Der Rostocker Bundestagsabgeordnete Peter Stein (CDU) lud in Berlin zum Gesprächskreis Nordafrika, um mit Experten über Chancen für Energie-Partnerschaften sowie Pilotprojekte im Bereich Wasserstoff und E-Fuels mit und in Nordafrika zu diskutieren. Neben Vertretern der Bundesregierung, der tunesischen Botschaft sowie von Großkonzernen wie SIEMENS und MAN nahmen mit dem Wind Energy Network, der ATI GmbH, der ISC-TA GmbH und Prof. Johannes Gulden von der Hochschule Stralsund auch wichtige Akteure aus der H2-Region Rostock teil.  

„Die vielfältigen Herausforderungen einer gelingenden Energiewende erfordern das engagierte und koordinierte Vorgehen von Politik und Wirtschaft. Eine zentrale Rolle spielen dabei auch die Power-2-X-Technologien wie Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe“, sagt Peter Stein. Als Mitglied in den Bundestagsausschüssen für „Wirtschaft und Energie“ und „Entwicklungszusammenarbeit“ bearbeite er wichtige Schnittmengenthemen.

„Natürlich müssen wir zunächst die nationalen Schritte umsetzen und den Power-2-X-Technologien zur Marktreife verhelfen“, so Stein weiter. Mit der Förderung von sogenannten „Reallaboren“ und der Erarbeitung einer nationalen Wasserstoffstrategie trage die Bundesregierung dem bereits Rechnung. „Die Technologie funktioniert. Jetzt geht es darum, den Business-Case in Afrika zu schaffen. Denn ohne das Vorhandensein des Rohstoffs in größeren Mengen wird sich in Deutschland kein Absatzmarkt entwickeln können“, so die Einschätzung Steins.

„Wasserstoff muss CO2-neutral hergestellt sein, sonst taugt er weder für die Energie- noch für die Mobilitätswende“, stellt der Rostocker Abgeordnete klar und ergänzt: „Die Herstellung ist derzeit noch nicht wirtschaftlich. Die Kooperation mit Ländern, in denen mehr und billigere erneuerbare Energie verfügbar, kann die Wasserstoffproduktion um einiges rentabler machen. Auch wegen einer Diversifizierung energiepolitischer Abhängigkeiten und der Nutzung bereits vorhandener Transportmöglichkeiten böten sich nordafrikanische Länder als ideale Partner an. Stein verfolgt auch einen entwicklungspolitischen Ansatz. Bereits seit längerem setzt er sich dafür ein, neue, zukunftsweisende Technologien mit den Standortvorteilen Nordafrikas zu kombinieren.

Über das Gespräch mit den Experten zeigt sich Stein sehr zufrieden. „Alle Beteiligten sind sich einig darin, dass Deutschland seine Führungsrolle in der Wasserstofftechnologie behalten soll und internationale Energie-Partnerschaften ausbauen muss. Für deutsche Unternehmen, insbesondere für die deutschen Seehäfen, ergeben sich im Energiemarkt der Zukunft große Chancen“, fasst Stein zusammen.

Peter Stein führt auf dem „Afrikaforum“ am 3. Dezember die Gesprächsrunde in Rostock fort: „Das Zeitfenster für mehr Kooperation ist jetzt offen. Ich setze mich dafür, günstige Gelegenheiten beim Schopfe zu packen.“

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