Reisebüros sind Teil der deutschen Tourismusbranche –

EU-Reiserichtlinie maßvoll umsetzen

 

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Kurz vor Beginn der VIVA Touristika traf sich der Rostocker Bundestagsabgeordnete Peter Stein (CDU) am Mittwoch, den 18. Januar 2017, mit Vertretern des Rostocker Reisebüros Tourissima. Diese und andere hatten sich in den vergangenen Tagen per Email an den Politiker gewandt: „Bitte schützen Sie unser Reisebüro!“

Die Vertreter des Reisebüros mit derzeit fünf Mitarbeitern äußerten ihre Sorge, dass der im Bundestag behandelte Entwurf des BMJV (Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz) zur Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie zu großen Ungerechtigkeiten und hohen bürokratischen Hürden für kleine Reisebüros führen würde.

Beispielsweise droht ihnen die Veranstalterhaftung. Doch bisher galten die kleinen Reisebüros als Vermittler und nicht als Veranstalter. „Hierzu habe ich bereits Entwarnung gegeben. Das ist ein gutes Signal so kurz vor Beginn unserer Touristikmesse in Rostock“, informiert Peter Stein. Nun wird im Gesetzestext deutlich zwischen einer Vermittlung und einer Veranstaltung abgegrenzt. Ebenso kann jetzt das Reisebüro im Vorfeld einer konkreten Buchung den Kunden beraten, ohne dass hier gleich konkrete Rechtsfolgen wie eine Veranstalterhaftung geknüpft werden.

Als noch völlig unbefriedigend bezeichnet der Unionspolitiker im Gespräch mit den Reisebürovertretern die Regelung zu einzelnen Reiseleistungen. „Es ist absolut nicht nachvollziehbar weshalb Reisebüros ihren Kunden jeden einzelnen Reisebaustein getrennt berechnen sollen. Das ist EU-Bürokratie, die keiner versteht“, erklärt der Bundestagsabgeordnete. „Unser Ziel für die am 23. Januar 2017 stattfindende Anhörung im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages wird es daher sein, eine maßvolle Regelung zu finden, welche sowohl die Strukturen der deutschen Reisebranche mit den Reisebüros berücksichtigt, als auch EU-richtlinienkonform ist. Die kleinen Reisebüros sind gerade für uns in Mecklenburg-Vorpommern, die wir vom und mit dem Tourismus leben, besonders wichtig. Viele haben sich im Markt spezialisiert. Das soll erhalten bleiben“, so Peter Stein.

Hintergrund:

Die EU-Kommission (KOM) hatte im Juli 2013 einen Vorschlag zur Überarbeitung der seit Anfang der 90er Jahre geltenden Pauschalreiserichtlinie vorgelegt. Damit beabsichtigte die KOM eine Modernisierung des Reiserechts, insbesondere im Online-Bereich. Die Problematik liegt vor allem darin, dass der deutsche und der österreichische Reisemarkt von kleinen Reisebüros geprägt sind. In fast allen anderen EU-Staaten findet jedoch ein Agenturvertrieb durch Reiseveranstalter statt. Dieser Unterschied führte im Ergebnis zu einer EURichtlinie, die deutsche Gegebenheiten wenig berücksichtigt.

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